Startseite
Neuigkeiten/ Jungtiere
Afrikanische Eierschlangen
Arten und ihre Besonderheiten
Haltung und Pflege
Bildergalerie
Kontakt
Gästebuch
Links
Afrikanische Eierschlange
www.afrikanische-eierschlange.de
Afrikanische Eierschlangen
sind eher kleine Schlangen. Sie gehören zu den Nattern. Männchen werden deutlich kleiner als Weibchen.
Im Schnitt erreicht ein Männchen eine Gesamtlänge von etwa 60-70 cm. Die Weibchen werden auch schon deutlich über 1m lang und sind auch dicker als die Männchen.
Die Afrikanische Eierschlange ist nicht besonders geschützt. Sie unterliegt somit auch nicht dem WA. Lediglich bei der Ausfuhr aus Afrika gibt es nationale Beschränkungen.


grüne Dasypeltis atra, weiblich

Es sind ausgesprochene Nahrungsspezialisten.
Es gibt einige Schlangenarten, die sich von Eiern im Rahmen der Nahrungsergänzung ernähren.
Aber ausschließlich sich von Eiern ernähren, ist bei Schlangen schon eine Seltenheit.
Dies betrifft auch nur die Indische (E. westermanni) und die Afrikanische Eierschlange (Dasypeltis).
Bedingt durch diese Nahrungsspezialisierung sind die Zähne der Eierschlange stark reduziert. Im vorderen
Schnauzenbereich hat sie gar keine Zähne und die im oberen hinteren Kieferbereich verbliebenen winzigen
Zähnchen dienen lediglich der Fixierung der Futtereier.
Sobald die Schlange ein Ei im Hals hat, wird es von Dornfortsätzen der Wirbelsäulenknochen in der Speiseröhre durch kräftiges hin und herbewegen des Halses regelrecht aufgesägt. Der Inhalt läuft in den Verdauungstrakt und die Eischale wird mittels Muskelkontraktion zerdrückt und ausgespien.
Eierschlangen können Eier von beachtlicher Größe verspeisen.
In den ersten Lebensmonaten verfüttert man Eier von diversen Finkenarten. Je nach Gewichtszunahme kann man nach ca. 1/2 Jahr z.B. Kanarien oder Wellensitticheier anbieten. Ab ca. 1 Jahr nimmt die heranwachsende Schlange z.B.Zwergwachtel oder Sitticheier. Später ernährt sich die Eierschlange von z.B.Wachtel- und Taubeneiern. Die Zeitangaben sind nur als grober Anhaltspunkt zu sehen, da sich Eierschlangen sehr unterschiedlich schnell entwickeln.
Sobald man feststellt, dass eine Schlange ihr Ei relativ schnell bewältigt, eventuell sogar die Schale nicht mehr ausspeit (was nicht zwangläufig zu Verletzungen führen muss), dann kann man es mit der nächsten Eigröße versuchen.
Auch Hühnereier werden von adulten, insbesondere weiblichen Tieren, genommen. Hier sollte man aber beachten, dass es bedingt durch die harte Eischale beim Zerdrücken zu Verletzungen kommen kann.
Wenn man Hühnereier verfüttert, so sollte man weisse Eier wählen, da die braunen Eier noch hartschaliger sind.
Bevor man sich eine Eierschlange zulegt, sollte man also unbedingt zumindest zwei zuverlässige Eierquellen haben. Diese findet man im Kontakt mit Vogelbesitzern und Züchtern.Denn lediglich Wachteleier bekommt man als Lebensmittel in gut sortierten Geschäften.



Dasypeltis palmarum, männlich

Als weitere Besonderheit der Afrikanischen Eierschlange ist ihr Abwehrverhalten (Mimikry) zu nennen.
Nicht nur durch ihre Färbung und Zeichnung immitiert die Dasypeltis diverse in ihrer Umgebung vorkommenden Giftschlangen, sondern auch durch ihr Verhalten. Die D. scabra ahmt z.B. die Sandrasselotter und die kleine Puffotter nach, indem sie sich bei Gefahr mehrfach S-förmig zusammenrollt und durch schlängelnde Bewegungen mit ihren Schuppen laute Rasselgeräusche erzeugt. Mit geöffnetem Maul stößt sie auf den vermeintlichen Feind zu. Sie beißt aber mit Absicht daneben, damit der Feind ein Fehlen von wehrhaften Zähnen nicht bemerkt.
Im Verbreitungsgebiet der schwarzen Hochlandatra kommen diese Giftschlangen nicht vor. Hier ist es eher die Boomslang und Kobra (Naja melanoleuca). Diese sind häufig schwarz gefärbte auf Bäume kletternd bzw. auch lebende Schlangen. Die Hochlandatra ahmt sie durch blähen des Halses in rundlicher bzw. abgeflachter und abgespreitzter Form nach. Ihre erste Wahl ist bei Gefahr jedoch die Flucht. Diese Schlangenart wirkt dadurch ewas ruhiger als andere Dasypeltisarten
.



schwarze Dasypwltis atra, weiblich


Startseite Neuigkeiten/ JungtiereAfrikanische EierschlangenArten und ihre BesonderheitenHaltung und PflegeBildergalerieKontaktGästebuchLinks